
1931 wurde die Damen-Landhockeyabteilung als neue Abteilung des Luzerner Sportclub gegründet. Zeitgleich begannen bestandene Männer aus der "Oberschicht" auf der Allmend Landhockey zu spielen.
Bis ca. 1950 gab es nur eine Herrenmannschaft ohne "Unterbau". Nach dem Bau des neuen Hockeyplatzes wurde eine Juniorenmannschaft aufgebaut, die auch an der nationalen Meisterschaft teilnahm.
Ab 1956 fingen übermütige Buben im Innenhof der Lindenstrasse in Luzern an, mit alten Landhockey-Stöcken zu "knebeln". Kritisch beobachtet von der Mutter eines der Buben wurde das technisch anspruchsvolle Spiel kommentiert. Bald spielten "alle" männlichen Jungs aus dem Quartier Lindenstrasse/Eschenstrasse/Ulmenstrasse "Hockey" Eines Tages durfte dann die ganze Bubenschar auf der Hubelmatt (Heimstätte des Luzerne SC) "richtig" Hockey spielen.
Frau Frey – damals sagte man erwachsenen Personen noch "Sie" – führte die Buben langsam, mit Geduld und Fachkompetenz ins Landhockey ein.
Nach und nach kamen neue Gesichter (Klassenkameraden), vorwiegend aus dem Breitlachen und aus dem Wey-Quartier dazu und bildeten den neuen, vielversprechenden Unterbau der Hockeyabteilung.
Der Grundstein zur heutigen Hockeyhochburg Luzern war so gelegt. Die Buben erlangten mit Siegen mehrere Schweizermeister Titel und nationale Aufmerksamkeit. Von da an durften sie ihrer Trainerin "Mascho" (Marie-José) sagen!
Diese jungen Männer prägten von nun an die Landhockeyhochburg Luzern über viele Jahre.
Mit zunehmendem Alter begannen die Stöcke der ehemaligen "Buben" zu ruhen, um neuen Generationen Platz zu machen, die den anspruchsvollen Landhockeysport bis heute erfolgreich fortführen.
Um die langjährig gewachsenen Freundschaften auch nach der Aktivzeit weiterhin pflegen zu können, gründeten 1995 „ehemalige Buben“ die Höcky-Vereinigung.
Am 23.+ 30.06.1968) konnten die Herren nach dem Hin- und Rückspiel gegen Stade Lausanne den ersten Feld CH-Meistertitel für den LSC nach Luzern bringen. Die 16 Teams in der damaligen höchsten Spielklasse Serie A waren geografisch in eine Ost- und eine Westgruppe eingeteilt. Nach der normalen Hin- und Rückrunde (14 Spiele) spielte der Sieger der Ostgruppe (Luzerner SC) gegen den Sieger der Westgruppe (Stade Lausanne) die Finalspiele um den Schweizermeistertitel. Das erste Spiel auf unserer Anlage Hubelmatt
endete 1:1. Das Rückspiel in Lausanne gewannen die Luzerner mit 1:0. Nach dem erstmaligen Gewinn des Schweizermeistertitels 1967 im Hallenhockey wurde auch der erste Schweizermeister-Titel in der höchsten nationalen Spielklasse im Landhockey errungen.
12 Jahre nach Beginn der Hockeytätigkeit war die ehemalige «Schülermannschaft» nationale Spitze und immer noch trainiert und gecoacht von der einzigen Trainerin im Männerhockey, Marie-José Frey (heute Ineichen). Gross war meine persönliche Freude, dass es mir gelungen ist, ausser dem Reservetorhüter Claude Monnard (berufliche Abwesenheit) und die in der Zwischenzeit leider viel zu früh verstorbenen Kameraden Peter Hunkeler und José Märchi, alle anderen ehemaligen Mannschaftskameraden aus den beiden Meisterteams für die Teilnahme an diesem Retrotreffen zu gewinnen.
Die anwesenden Schweizermeister 1997 und 1998 waren:
Bollinger Alby / Bucher Alois / Engel Erich / Felber Werner / Frei Richard / Frei Kuno / Ineichen Marie-José (Trainerin u. Coach) / Ineichen Robert / Ineichen Werner / Linke Aloys / Lütolf André / Mathys Georges / Mühlebach Hanspeter / Rey Hanspeter / Studhalter Ernst und Wiedemann Horst.
Noch grösser war sicherlich die Freude bei allen Teilnehmern bei den vielen «Weisch no-Gesprächen» sich über glorreiche und andere Taten während der gemeinsamen Hockeyzeit auszutauschen. Einige Kameraden waren das erste Mal auf der Anlage Utenberg und staunten über die perfekte Kunstrasen-Hockeyanlage mit Clubhaus. Das führte wiederum schnell Vergleiche zum damaligen Naturrasenhockey und unserem «Hockey-Hüsli» anzustellen. Dem Treffen war ein voller Erfolg beschieden. Gerne hoffe ich, dass der Virus bei dem Einen oder Anderen (oder bei Allen) entflammt ist unsere Aktiven Hockeyaner/Innen von Jung bis Alt bei ihren Heimspielen vor Ort zu unterstützen.
Werner Ineichen
Nach dem Bau des ersten Landhockey-Kunstrasen in der Schweiz auf der «Hubelmatt» (1986) organisierte eine eigenständige Organisationaus Mitgliedern der Hockeyabteilung des LSC ein internationales Landhockey-Saisonvorbereitungsturnier für Damen und Herren den "Luzern-Cup".
Ab Frühjahr 1987 wurde der "Luzern-Cup" bis und mit 2007 einundzwanzig Mal durchgeführt. Leider konnte dann 2008 das Turnier aus Mangel an Mannschaftsanmeldungen nicht mehr ausgetragen werden. Das bestehende OK "Luzern Cup" beschloss dann den "Luzern-Cup" in den Folgejahren nicht mehr auszuschreiben, sicherte aber dem Abteilungsvorstand zu, ein neu formiertes OK bei einem Neustart des "Luzern Cup" zu unterstützen.
Leider fand sich keine Nachfolgeorganisation und so beschloss, das seit 10 Jahren inaktive OK "Luzern-Cup" (Doris Casagrande / Katja Horvat / Werner Ineichen / Doris Schicker / Gaudenz Waldvogel) 2017 den Verein "Luzern-Cup" im Rahmen der 100-Jahrfeier des LSC mit einem «Helferfest» der Auflösung zuzuführen.
Über die 21 Austragungen konnte das jeweilige OK auf die Unterstützung von insgesamt 105 verschiedene, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zählen. Ihnen allen wollte das OK mit der Einladung zu diesem Helferfest einen grossen Dank für die teilweise mehrjährige Mitarbeit aussprechen. Insgesamt 65 Personen haben der Einladung Folge geleistet und sich gefreut, ehemalige Mitstreiter/Innen wieder einmal zu treffen und im speziell aufgestellten Festzelt kulinarisch verwöhnt zu werden. Herzlichen Dank an den Abteilungspräsidenten Bruno Affentranger, der unsere Bemühungen das Helferfest bei «unserem» Clubhaus durchzuführen sehr hilfreich unterstützte. Danke dem gesamten Vorstand, dass wir auf Utenberg Gastrecht geniessen durften.
Einen speziell herzlichen Dank ergeht auch an Irène Kleikemper und ihre Hüsli-Crew für das Bereitstellen des feinen Essens und der Getränke. An einer ausserordentlichen GV wurde der Verein "Luzern-Cup" aufgelöst und das finanzielles Restguthaben an die Stiftung Landhockey Luzern zur Mitfinanzierung infrastruktureller Herausforderungen überwiesen.